
Als Landrat würde ich konkret Folgendes veranlassen,
um unseren Wirtschaftsstandort voran zu bringen:
Zunächst würde ich ein gemeindeübergreifendes Gewerbeflächenmangement einführen und unsere Region durch laufende Image- und Pressekampagnen als Wirtschaftsraum künftig so aktiv vermarkten, wie man auch eine Urlaubsregion bewirbt. In diesem Zusammenhang würde ich zusammen mit Kommunen und wirtschaftlichen Leistungsträgern versuchen, echte Stärken unserer Region herauszuarbeiten, gezielt zu entwickeln und zu vermarkten.
Ich würde mich um die Ansiedelung weiterer Technologie-Transferzentren bemühen (z.B. in Viechtach im Bereich Kunststoff). Für Regen und Zwiesel müssten bessere Anbindungen an bereits bestehende Technologie-Campi (z.B. Optik in Teisnach und Glas in Spiegelau) verwirklich werden. Denn klar ist: Ein Gewerbegebiet auf der grünen Wiese allein, reicht heute nicht mehr aus, um Betriebe anzusiedeln. Der Faktor Forschung und Technik hingegen hat, etwa in Teisnach, zur Gründung vieler neuer, qualifizierter Arbeitsplätze geführt. Auch konnten durch die FH-Außenstelle Hochschulabsolventen dadurch in der Region gehalten werden, dass sie von Firmen im Technologie-Campus Teisnach gleich nach oder sogar noch während des Studiums übernommen wurden.
Als Landrat würde ich auch die Bemühungen der Landkreis-Wirtschaftsförderung um Fördermittel für Betriebe weiterhin konsequent unterstützen. Hinzukommen sollte hier eine bessere Unterstützung von Unternehmensgründern durch den Landkreis Regen. Klar ist: Es wird nicht gelingen, große Weltkonzerne von außen in den Bayerischen Wald zu holen. Deshalb muss alles daran gesetzt werden, dass junge, gut ausgebildete Leute bei uns im Landkreis Unternehmen gründen, anstatt abzuwandern. Denkbar ist auch die Einrichtung eines Gründercampus, in dem Landkreis und Kommunen günstige Räumlichkeiten für die Gründungsphase junger Unternehmen anbieten.
Letztlich würde ich als Landrat regelmäßig all diejenigen Akteure zusammenführen, die sich um die wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Region bemühen: Förderstellen, Landkreis-Wirtschaftsförderung, Firmen, Schulen, Kammern und Verbände. Nur gemeinsam können brauchbare, konkrete Ideen und Konzepte entwickelt werden! Vor allem um dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu treten, müssen öffentliche Hand, Schulen und Wirtschaft stärker kooperieren. Wir können es uns nicht leisten, junge Menschen in der Region zu verlieren. Stattdessen muss bereits zu Schulzeiten versucht werden, junge Menschen an Firmen zu binden. Auch muss es über Internats-strukturen bei Berufsschulen junge Menschen von außerhalb des Landkreises für unsere Region zu gewinnen.