Morderne Tourismuspolitik - Michael Adam – Erster Bürgermeistermeister des Marktes Bodenmais & SPD-Landratskandidat für den Landkreis Regen
Michael Adam
Michael Adam Bundestagskandidat


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Moderne Tourismuspolitik:
ArberLand-Tourismus GmbH - Gestalten statt verwalten!

 Als Ihr Landrat wäre es mein Ziel, den Tourismus im Landkreis Regen neu aufzustellen. Hierzu würde ich zukunftsweisende, privatwirtschaftliche und professionelle Strukturen entwickeln und aufbauen. Intensive Erfahrungen konnte ich hier bereits als Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender in Bodenmais sammeln: Die Bodenmais Tourismus und Marketing GmbH (BTM) hat durch eine 30-prozentige Steigerung der Bodenmaiser Übernachtungszahlen gegenüber dem Jahr 2007 eindeutig bewiesen, dass dies ein richtiger und alternativloser Weg ist! Diesen Kurs würde ich daher auch als Landrat im gesamten Landkreis Regen konsequent einschlagen!

Tourismus im Bayerischen Wald – eine kritische Bestandsaufnahme

Seit Jahren hat der Bayerische Wald mit massiv sinkenden Übernachtungszahlen zu kämpfen. Ein erstmaliges, ganz leichtes Plus in diesem Sommer, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Region gegenüber anderen deutschen Urlaubsregionen massiv an touristischem Gewicht verloren hat. Zahlreiche private Vermietungsbetriebe und auch kommunale Einrichtungen (wie z.B. Bäder, Museen, Eishalle) mussten in den letzten Jahren schließen oder stehen immer wieder kurz vor solchen drastischen Entscheidungen, weil Gäste ausbleiben.

Tourismus wird von vielen noch immer nicht als Schlüsselbranche, sondern als Randerscheinung, d.h. als freiwillige Leistung der Landes- und Kommunalpolitik gesehen. Auch wird oftmals noch in wenig zeitgemäßen und professionellen Verwaltungsstrukturen gedacht und gearbeitet. Größtes Problem: Jede Kommune in der Region betreibt für sich, ihren eigenen Tourismus. Wir akzeptieren und beherzigen dabei bisher kaum, dass ein Urlaubsgast eine Region besuchen und erleben will, und nicht einen einzelnen Ort!

Meine Frage: Kann eine strukturschwache Region, wie der Bayerische Wald, es sich leisten, den Wirtschaftszweig Tourismus derartig zu vernachlässigen?

Meine Antwort: NEIN!

Mein Ziel: Touristischer Aufwärtstrend durch zeitgemäße Strukturen

Vorbild sind für mich Strukturen, wie diese in modernen, erfolgreichen Urlaubsgebieten längst existieren: Etwa auf Sylt, in Kärnten und in Südtirol - aber auch in Bodenmais. Nur mit solchen Strukturen – vor allem durch moderne Vertriebswege wie Reiseveranstalter oder Online-Buchung – kann der Bayerische Wald wieder zurück auf Erfolgskurs gebracht werden. In Zukunft kann erfolgreiche Tourismusentwicklung nur noch gemeinsam und nicht mehr alleine funktionieren – Kirchturmdenken darf es gerade hier nicht mehr geben!

 Der Weg zum Ziel: Gründung einer ArberLand-Tourismus GmbH

Nach meiner Vorstellung soll die Tourismusarbeit und Tourismusentwicklung im Landkreis Regen in Zukunft durch eine neugegründete ArberLand-Tourismus GmbHgebündelt und professionell entwickelt werden:

  • Mein Anspruch an eine ArberLand-TourismusGmbH:
  • Die AberLand Tourismus GmbH soll sich als Ergänzung zur Arbeit des Tourismusverbandes Ostbayern verstehen und kommunale Kleinstrukturen innerhalb des Landkreises zu einer schlagkräftigen Einheit zusammenführen. Es ist nicht zielführend, wenn jeder Ort für sich am touristischen Markt kämpft, für sich allein aber nicht annähernd die personelle und finanzielle Ausstattung hat, um dauerhaft erfolgreich Gäste gewinnen zu können.

    Ziel ist es also, sich vom touristischen Kirchturmdenken endgültig zu verabschieden und den gesamten finanziellen und personellen Einsatz aller Ferienorte – gerade auch im Bereich der Produkt- und Konzeptentwicklung - zu bündeln und gemeinsam einzusetzen.

  • Aufbau der ArberLand-TourismusGmbH:
    • Die GmbH würde ich als Landrat ähnlich aufbauen, wie das Erfolgsmodell Bodenmais Tourismus & Marketing GmbH:
    • Die GmbH soll von einem Geschäftsführer aus der privaten Tourismuswirtschaft mit Marketing- und Vertriebserfahrung geführt werden. Dieser soll nach Leistung auf Basis der Entwicklung der Übernachtungszahlen bezahlt werden, um einen echten Leistungsanreiz zu haben.
    • Gesellschafter dieser ArberLand-Tourismus GmbH sollen der Landkreis Regen sowie die Städte und Gemeinden innerhalb des Landkreises Regen werden. Der Landkreis Regen soll mit 49%, die Kommunen insgesamt mit 51% beteiligt sein. Dies stellt sicher, dass der Landkreis zwar genug überörtlichen Einfluss auf die Tourismusarbeit der Region hat, die Städte und Gemeinden das Heft des Handelns in Sachen Tourismus aber selbst in der Hand behalten.
    • Die tagesaktuelle Arbeit der GmbH soll vom Geschäftsführer vorgegeben, die Leitlinien der Geschäftspolitik hingegen sollen von einem Aufsichtsrat festgelegt und kontrolliert werden. In diesem Aufsichtsrat sollen Landkreis und Kommunen nach Gesellschaftsanteil vertreten sein. Das bedeutet, dass sowohl Landkreis, als auch Kommunen Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden würden.
    • Ergänzt werden soll der Aufsichtsrat durch einen Fachbeirat, der sich aus dem Landrat, allen Landkreis-Bürgermeistern sowie ausgewählten Touristikern und Unternehmen zusammensetzt. Dieser Fachbeirat soll beratend tätig sein.
    • Das bisherige Touristische Service-Center (TSC) des Landkreises Regen soll in dieser GmbH aufgehen. Speziell im Bereich Qualitätssicherung und –Steigerung wären die umfassenden Erfahrungen des TSC sehr wichtig.
  • Aufgaben der ArberLand-Tourismus GmbH:
    • Entwicklung von marktfähigen Tourismuskonzepten mit individuellen Profilen für die einzelnen Ferienorte (Beispiele: Kinderland, sanfter Tourismus, Urwald, Wellness im ArberLand etc.). Eine gemeinsame GmbH bedeutet keinen Einheitsbrei, sondern soll – im Gegenteil - die Alleinstellungsmerkmale der einzelnen Kommunen noch deutlicher herausarbeiten und darstellen!
    • Entwicklung und Abverkauf von marktfähigen Urlaubsprodukten. Ziel sind keine Produkte, die im Prospekt zwar gut aussehen, die aber niemand bucht. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, und nicht dem Angler.
    • Abverkauf dieser Produkte nicht nur wie bisher fast ausschließlich über Direktvertrieb, sondern über alle modernen Vertriebswege (Reisveranstalter, Online-Buchung, usw.).
    • Gemeinsame Vermarktung des Landkreis Regen unter der Dachmarke „ArberLand im Bayerischen Wald“ (die Marke „Arber“ ist in Deutschland nämlich bekannter, als alle einzelnen Urlaubsorte im Landkreis zusammen!). Hierzu gehören:
      1. Aufbau moderner, professioneller  Arbeits- und Personalstrukturen in allen Tourist-Infos im Landkreis Regen.
      2. Weiterentwicklung aller Tourist-Infos auf einen einheitlichen Standard.
      3. Mittel- bis langfristige Entwicklung eines gemeinschaftlichen, touristischen Erscheinungsbildes (bis hin zu gemeinsamen Gesamtkatalogen für den Landkreis Regen)
      4. Weiterentwicklung des Touristischen Service-Centers Regen zu einem gemeinsamen touristischen Dienstleistungszentrum für alle Ferienorte.
    • Aufbau von professionellen Strukturen des Tourismusvertriebes und der Tourismusvermarktung, sowie die Tätigkeit als Incomingagentur.
    • Aufbau und technologische Weiterentwicklung von Internet-Buchungsplattformen.
    • Gemeinsame Vermarktung und Unterstützung von sportlichen und touristischen Großveranstaltungen im Landkreis Regen (z.B. Arber-Weltcup).

Mein Motto:
„Gemeinsam handeln, gemeinsam kämpfen, gemeinsam touristische Erfolge erzielen!“

Mein klares Ziel:
Steigerung der jährlichen Übernachtungen im Landkreis Regen auf 3,5 Mio. innerhalb von 6 Jahren!