
Beim Straßen-, Schienen- und DSL-Ausbau endlich auch die eigenen Hausaufgaben machen!
Unser Landkreis braucht schnellstmöglich eine bessere Verkehrs- und Internetanbindung! Besonders dringend ist neben dem Autobahnzubringer Hangenleithen der (dreispurige) Ausbau von B11 und B85, um die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz abzukürzen und sicherer zu machen, sowie um die Lärmbelästigung für Anlieger zu vermindern (z.B. in Patersdorf). Klar ist: Die schlechte Straßenanbindung des Landkreises Regen wird für viele Betriebe – vor dem Hintergrund zunehmenden internationalen Konkurrenzdrucks – immer mehr zum Problem!
Als Landrat würde ich mich aber nicht nur in München, Berlin und Brüssel dafür einsetzen, dass Gelder für den Straßen-, Schienen- und DSL-Ausbau in die Region kommen. Das allein ist zu wenig! Vielmehr würde ich dafür Sorge tragen, dass wir auch im Landkreis Regen selbst endlich unsere Hausaufgaben gründlich machen! Es darf uns nämlich nicht mehr passieren, dass bereits eingeplante Straßenbauprojekte seitens der Bayerischen Staatsregierung zurückgestellt werden müssen, weil die entsprechenden Planungen bei uns noch gar nicht abgeschlossen sind (z.B. Umgehungen Patersdorf und Langdorf-Zwiesel)!
Ich sage ganz deutlich: Der Landrat des Landkreises Regen darf es sich nicht einfach machen und sagen: "Ich habe mich um eine Verbesserung der Infrastruktur im Landkreis Regen bemüht, aber München hat für den Bayerischen Wald nichts übrig." Dieses Klagelied hören wir nun bereits seit Jahrzehnten. Fakt ist aber: Andere Landkreise – wie unser Nachbarlandkreis Cham – haben es in den letzten Jahren geschafft, einen bedarfsgerechten Ausbau ihrer Verkehrsinfrastruktur zu realisieren. Und der Landkreis Cham liegt auch im Bayerischen Wald! Folglich kann das alte Märchen, München habe für den Bayerischen Wald nichts übrig, schlichtweg nicht wahr sein. Der Landkreis Cham hat seine Hausaufgaben vielmehr in den letzten Jahren gemacht. Wir aber nicht!
Beim Schienenverkehr würde ich als Landrat nicht nur von München fordern, sondern auch selbst als Landkreis tätig werden: Über eine Flexibilisierung des GUTi-Systems würde ich Fahrgastzahlen und Einnahmen deutlich steigern. Auch muss der Landkreis Regen darüber nachdenken, ob er sich nicht – gemeinsam mit Kommunen und ÖPNV-Betrieben – finanziell einbringt, um auch Einheimische in den Genuss eines kostengünstigen ÖPNV kommen zu lassen. All dies würde dazu führen, dass das Bayerische Wirtschaftsministerium die Wiederbelebung der Bahnlinie Gotteszell-Viechtach nicht mehr so leicht aus Kostengründen ablehnen könnte, als es dies jetzt tut. Fakt ist: Der Altlandkreis Viechtach braucht dringend eine Bahnverbindung. Gäste und Einheimische wollen auch ohne Auto in der Region mobil sein. Und was genau so wichtig ist: Der Regentalbahn-Standort Viechtach kann auf Dauer nur gesichert werden, wenn die Bahnlinie Gotteszell-Viechtach wiederbelebt wird!
Auch in Sachen DSL-Ausbau setze ich darauf, dass sich der Landkreis Regen selbst helfen muss, anstatt noch zehn Jahre darauf zu hoffen, dass Bund oder Freistaat Bayern hier tätig werden. Fakt ist zwar: Der Freistaat Bayern fördert den Glasfaser-Ausbau zur Realisierung des schnellen Internets zwar mit 70 Prozent. Die Förderung ist aber auch maximal 100.000 Euro begrenzt. Damit lassen sich in ländlichen, teils stark zersiedelten Gebieten, wie dem Landkreis Regen keine großen Sprünge machen. Deshalb müssen Landkreis und Kommunen gemeinsam selbst für einen bedarfsgerechten DSL-Ausbau sorgen. Konkret darf es nicht mehr vorkommen, dass in Kommunen größere Straßenbauarbeiten durchgeführt werden, ohne dass geprüft wird, ob Glasfaserkabel mit verlegt werden können. Den Großteil der Kosten beim DSL-Ausbau machen nämlich nicht Kabel und Hardware aus, sondern Erd- und Bauarbeiten. Der Landkreis Cham ist uns hier mit einer zentralen Online-Übersicht über Straßen- und Erdarbeiten weit voraus.