Michael Adam
Michael Adam Bundestagskandidat

Michael Adam

Ganz in seinem Element: Michael Adam liebt die politische Debatte. Hier bei einer Rede beim politischen Frühschoppen auf dem Volksfest in Neufahrn i.Ndb.

Der jüngste Bürgermeister Deutschlands

Bodenmais 2009 - Ferienidylle, Bergpanorama, weidende Kühe und Tradition an jeder Ecke: Auf den ersten Blick scheint die Markt-Gemeinde im Bayerischen Wald alle gängigen Bayern-Klischees zu erfüllen, aber mit der letzten Kommunalwahl hat sich der Kurort auf der politischen Landkarte eingekerbt. Im Ort ereignete sich bei der Bürgermeisterstichwahl am 16. März 2008 nämlich eine kommunalpolitische Sensation, die Bodenmais weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt machte.

Eine kommunalpolitische Sensation

Bei den Kommunalwahlen 2008 stürzten  56,28 Prozent der Bodenmaiser Wähler den örtlichen CSU-Rathauschef nach 18 Jahren vom Bürgermeisterstuhl und wählten den 24-jährigen Michael Adam zu ihrem Gemeindeoberhaupt. Der damalige Student der Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre war damit bei seinem Amtsantritt der jüngste hauptamtliche Bürgermeister Deutschlands.

Doch Michael Adam musste ein schweres Erbe antreten: Gut 18 Millionen Euro Schulden hatten sich über die letzten Jahre angehäuft und bis zu seinem Amtsantritt existierte nicht einmal ein Haushalt für das laufende Jahr. Der Ort war bei seiner Amtsübernahme faktisch pleite. „Das war ein Totalschaden, wir waren praktisch zahlungsunfähig“, erinnert sich Michael Adam. Auch galt es für Michael
Adam, eine lange Liste an Mängeln und Prüfungsfeststellungen der kommunalen Rechtsaufsicht aus den Vorjahren abzuarbeiten. Verwaltung musste personell neu aufgestellt und  zum Teil aus- und fortgebildet werden. Praktisch kein gemeindlicher Aufgaben- und Tätigkeitsbereich funktionierte im Mai 2008 zur Zufriedenheit der Prüfer der Rechtsaufsicht.

 Die Marktgemeinde Bodenmais liegt im Kreis Regen, nahe der Grenze zu Tschechien. Insgesamt 3.338 Einwohner leben hier. Über rund 7.000 Gästebetten verfügt der größte Ferienort des Bayerischen Waldes. Mittel der 90er Jahre erreichte die Marktgemeinde beinahe eine Million jährliche Gästeübernachtungen.

Ein schweres Erbe für den jungen Rathauschef

Erste Ziele des jungen Bürgermeisters waren es, einen belastbaren Haushalt zu erstellen, die marode Gemeindeverwaltung neu zu ordnen und den Tourismus wieder anzukurbeln, damit die gemeindliche Einnahmebasis wieder passt. Dem Ferienort hatten die starken Rückgänge des ostbayerischen Tourismus in den letzten Jahren massiv zugesetzt: von knapp einer Million jährlicher Übernachtungen Mitte der 90er Jahre waren im Jahr 2007 gerade einmal 692.000 Nächtigungen übrig geblieben – eine für den Ort wahrlich existenzbedrohende Entwicklung.

Bodenmais – heute einer der erfolgreichsten Ferienorte Bayerns

Heute ist Bodenmais der am schnellsten wachsende Ferienort in ganz Bayern.

Durch die Einführung zeitgemäßer Tourismus- und Vertriebsstrukturen im Rahmen einer gemeindlichen Tourismus-GmbH konnten der Rückgang der Übernachtungszahlen im Vorjahr nicht nur gestoppt, sondern sogar umgekehrt werden. 692.000 Nächtigungen im Jahre 2007 standen im Vorjahr bereits wieder 775.000 Übernachtungen gegenüber – eine Steigerung um 11,2 Prozent in Zeiten der Krise. Zuletzt lagen die Zuwächse bei den Übernachtungszahlen im Monat Juli 2009 bei rund 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so dass für 2009 eine Jahresübernachtungszahl von rund 900.000 angepeilt wird.

Michael Adam Bodenmais

Seit 01. Mai 2008 Rathauschef seiner Heimatgemeinde Bodenmais im Bayerischen Wald: Michael Adam, jüngster Bürgermeister Deutschlands.

Konsolidierung des Bodenmaiser Haushalts entschlossen angepackt

 Auch haushalterisch ist Bodenmais heute auf einem guten Weg. Bei seinem Amtsantritt fehlte im Haushalt jährlich rund eine Million Euro, um die laufenden Kosten zu bestreiten. In einem schmerzlichen Prozess der Haushaltskonsolidierung hat Bürgermeister Michael Adam in Marktgemeinderat und Öffentlichkeit dafür gekämpft, den Haushalt wieder ins Lot zu bringen: Unnötige Ausgaben wurden rigoros gekürzt, alle Einnahmepotenziale ausgeschöpft. Wichtig war Michael Adam dabei stets die Beteiligung der Bevölkerung, die er in einer eigens einberufenen Haushalts-Bürgerversammlung eine seine politische Arbeit eingebunden hat. In den nächsten Jahren tilgt Bodenmais jährlich rund eine Million der 18 Millionen Euro Gesamtschulden, und zwar ohne Infrastruktur, gemeindliche Tourismusarbeit und wichtig Sozialleistungen zu vernachlässigen.

Das sagen Andere über Michael Adam

„Michael Adam steht für eine politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und touristische Neuausrichtung seiner Heimatgemeinde Bodenmais. Für eine Neuausrichtung in unserem gesamten Wahlkreis soll er künftig auch im Deutschen Bundestag kämpfen.“

Rita Röhrl, 1. Bürgermeisterin Markt Teisnach, Bezirksrätin

„Seit Mai 2008 beweist Michael Adam in Bodenmais, dass seinen Worten auch Taten folgen und er die politische und organisatorische Fähigkeit hat, einen Wandel einzuleiten und eine Gemeinde zu prägen. Dies soll er für die Menschen in unserem Wahlkries nun auch in Berlin fortsetzen.“

Reinhold Perlak, MdL, Altoberbürgermeister Straubing

"Michael Adam ist das neue Gesicht Niederbayerns. Nachdem der christsoziale Ober-Niederbayer Erwin Huber unsere Heimat mehr als beschädigt hat, haben wir mit ihm einen Exportschlager, den wir in der ganzen Welt präsentieren können. So sieht das neue Niederbayern aus!"

Florian Pronold, MdB, Vorsitzender der BayernSPD

Michael Adam über sich selbst

„Im Dezember 2004 bin ich in die SPD eingetreten, weil ich mich für mehr soziale Gerechtigkeit in meiner unmittelbaren Umgebung stark machen wollte. Konkret begonnen, mich politisch zu engagieren, habe ich, weil ich als Schüler das bayerische Schulsystem als sehr unsozial und als ein Relikt aus einer vergangenen Ständegesellschaft empfand. Nirgendwo anders in Deutschland ist Bildung nämlich so stark vom Geldbeutel der Eltern abhängig, wie in Bayern. Als Kind aus einer Arbeiterfamilie habe ich selbst erlebt, dass es junge Menschen aus bildungsferneren Elternhäusern schwerer haben, das Abitur zu machen und zu studieren. Damit studieren. Damit konnte ich mich nicht abfinden – und kann es bis heute nicht! 

Vier für Ostbayern: (v.l). MdL Reinhold Perlak, Bruni Irber, SPD-Landesvorsitzender Florian Pronold, MdB,  und der Bundestagskandidat für den Stimmkreis Straubing-Regen: Michael Adam.

Schon seit meiner Jugendzeit fasziniert mich das politische Wirken von Sozialdemokraten wie Willy Brandt und Helmut Schmidt. Meine ersten eigenen politischen Gehversuche machte ich im Jahre 2005 mit der Übernahme des Vorsitzes der Jusos im Landkreis Regen. Im April 2006 wurde ich zunächst einstimmig zum stellvertreten-den Vorsitzenden des SPD-Nachwuchses in Niederbayern, im Februar 2008 schließlich zum Vorsitzenden gewählt.

Neben meinem Engagement in der Politik bin ich aktives Mitglied in verschiedenen Vereinen und Verbänden. Darunter sind unter anderem Sportvereine, Fördervereine und Vereine im Bereich der Kultur- und Brauchtumspflege. Ich bin sehr gerne unter Menschen und denke, dass man nur dann ein guter Politiker sein kann, wenn man weiß, was die Menschen bewegt und wo ihre Probleme liegen.

Natürlich bin ich - wie es sich für einen Sozialdemokraten mit-unter gehört - auch Gewerkschafter, genauer gesagt Mitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Ich denke, dass Sozialdemokratie und Gewerkschaftsbewegung untrennbar zusammen gehören. Deshalb arbeite ich auch aktiv in den Kreisvorständen von ver.di und DGB mit.

Im Deutschen Bundestag kämpfe ich - wenn mir die Wähler ihre Stimme geben - dafür, dass anständige Arbeit auch anständig bezahlt wird: also für Mindestlöhne statt Ausbeutung. Gegen eine Aufweichung des Kündigungsschutzes und für eine deutliche Einschränkung der zuletzt massiv ausgearteten Leiharbeit.

Michael Adam

Ich setze mich dafür ein, dass staatliche Daseinsvorsorge (Trinkwasser, Bahn, usw.) sowie die Sparkassen als öffentliche Güter nicht der Privatisierungswut und dem gnadenlosen Gewinnstreben Einzelner zum Opfer fallen. Auch muss es eine stabile Finanzmarktarchitektur geben, in der verantwortungsvoll mit den Ersparnissen der Bürgerinnen und Bürger umgegangen wird. Wir müssen dafür sorgen, dass es wieder eine Wirtschaftsordnung gibt, die der Selbstbedienungsmentalität der Manager einen Riegel vorschiebt und die Kreditversorgung des Mittelstandes sicherstellt.“

Michael Adam – zur Person

Michael Adam (24) wurde am 9. Dezember 1984 zusammen mit seiner Zwillingsschwester Miriam im Kreiskrankenhaus Zwiesel (Landkreis Regen/Bayerischer Wald) geboren. Die Eltern arbeiten als zahnärztliche Assistentin bzw. als Schweißer. Er besuchte ab September 1990 die Grundschule Bodenmais und trat 1994 auf das Gymnasium Zwiesel über. Adam beendete seine schulische Ausbildung im Jahr 2004 mit dem Abitur. Von Juli 2004 bis März 2005 leistete Adam den zivilen Wehrersatzdienst in der Silberbergklinik Bodenmais ab. Dabei betreute er unter anderem alleinreisende Kinder und Jugendliche, die einen mehrwöchigen Kuraufenthalt in Bodenmais verbringen.

Ehrenamtliches und soziales Engagement gehören früh zu seinem Leben. Er wird in der Jugendarbeit groß. Im Jahr 2003 tritt er dem Förderverein für offene Jugendarbeit Bodenmais bei und engagiert sich für die Einrichtung eines offenen Jugendtreffs. Zu seinen Aufgaben gehörte anfangs die Organisation von Jugendvollversammlungen und Thekendienstschulungen. Seit 2006 vertritt Michael Adam die offene Jugendarbeit auch als Vorstandsmitglied im Kreisjugendring Regen.

Michael Adam beim joggen Mit viel Schwung – nicht nur in der Politik: Michael Adam startet gerne mit Sport in den Tag.

Zum Wintersemester 2005 begann Adam sein Studium der Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Universität Regensburg. Neben seinem Studium arbeitet Michael Adam als studentischer Mitarbeiter für MdB Bruni Irber (Deggendorf). Hier schnupperte er regelmäßig bundespolitische Luft und bekam einen guten Einblick in die politischen Prozesse der Bundeshauptstadt.

 

Um sich fit zu halten, joggt Michael Adam täglich. Ferner geht er gerne Mountainbiken, Bergsteigen, Tauchen und Skilaufen. Seine Freizeit verbringt Adam am liebsten mit Freunden. Aus der studentischen Not machte er eine Tugend und brachte sich selbst das Kochen bei. Mittlerweile wissen nicht nur die ehemaligen Kommilitonen Adams "Kochkünste" zu schätzen.

Adam stammt aus einer sozialdemokratischen Familie und hat diverse politische Ämter inne: Stellvertretender Vorsitzender des Juso-Bezirksverbands Niederbayern (von 2008 bis 2009 Vorsitzender), kommissarischer Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Regen (seit August 200ß). Zudem ist er Mitglied des bayerischen SPD-Landesvorstands (seit Juli 2009) - seit März 2008  ist er Kreisrat des Landkreises Regen, stellv. Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bodenmais sowie stellv. Vorsitzender des SPD-Bezirks Niederbayern.

Politik bedeutet nicht immer nur harte Arbeit: wie hier nach dem Anzapfen beim St.-Benno-Volksfest in Bodenmais

Hinzu kommen zahlreiche Vereinsmitgliedschaften und Ehrenämter: Waldvereins -Sektion Bodenmais e.V., Weiß-Blau Königstreu Bodenmais e.V., Wintersportverein Skadi Bodenmais e.V., Arberschützen Bodenmais e.V., Verdi-Ortsvereins Bayerwald e.V., Verdi-Jugend-Bezirk Niederbayern e.V. und DGB-Kreisverband Regen gehören dazu. Als Mitglied unterstützt er u.a. auch Amnesty International, den Förderverein Freunde des Gymnasiums Zwiesel e.V., das Kreiskankenhaus Zwiesel, den Hospitzverein Zwiesel, die Freiwillige Feuerwehr Bodenmais e.V. oder den Knappschaftsverein Bodenmais 1871 e.V.

Als hauptamtlicher Bürgermeister des Marktes Bodenmais (seit 2008) ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Bodenmais Tourismus- und Marketing GmbH und der Betriebsgesellschaft Markt Bodenmais mbH, Vorsitzender des Schulverbands Bodenmais-Drachselsried-Arnbruck und Vorsitzender der Tourismusgemeinschaft Arberregion.

Das sagen die Medien über Michael Adam

„Im Labertal – das aktuelle Magazin für die Region Labertal“:

„(…)

Wenn die Gleichung „CSU = Bayern“ nicht mehr stimmt

Das neue Gesicht Niederbayerns

Niederbayern wurde jahrzehntelang von der CSU dominiert. Bodenmais war da keine Ausnahme. Mit einem CSU-Ergebnis von nur noch rund 43 Prozent der letzten Landtagswahl wird deutlich, dass die CSU den Anschluss an moderne Lebensstile, wie ihn ein Michael Adam verkörpert, längst verloren hat. Die CSU hat also auch auf dem Land – und nicht nur in den großen Städten - mehr und mehr Probleme.

Bodenmais muss der CSU Angst machen. Auf dem Land, vor allem in Niederbayern und der Oberpfalz, wiegte sich die Partei bisher in Sicherheit. Ergebnisse weit über 95% waren für den „Stimmenkönig“ Ernst Hinsken bisher Normalität. München, Nürnberg, Passau – in den Städten kann die CSU offenbar nicht gewinnen, doch dass Bodenmais, eine Bayerwald-Gemeinde, ein Ort mit Silberbergwerk und Glasbläsereien, an einen Jungpolitiker der SPD verloren geht, das muss den Platzhirschen Ernst Hinsken zittern lassen.

Zu Anfang wurde der jüngste Bürgermeister Deutschlands in den Medien auf vier Attribute reduziert: extrem jung, Sozialdemokrat, evangelisch und offen schwul. Anders kannten ihn die Bodenmaiser: „Der Michael Adam, der traut sich was“, er kann gut reden, findet den richtigen Ton auch am Stammtisch und im Bierzelt. Er ist ein Kind der Region, hat sich von Kindesbeinen an engagiert, ist bei der Feuerwehr und jeder kennt ihn inzwischen - nicht nur im Bayerischen Wald.

Michael Adam ist mittlerweile nicht nur der jüngste, sondern auch ein erfolgreicher Bürgermeister. Florian Pronold, neugewählter SPD-Landesvorsitzender
 lobte ihn erst vor wenigen Tagen mit den Worten: "Michael Adam ist das neue Gesicht Niederbayerns. Nachdem der christsoziale Ober-Niederbayer Erwin Huber unsere Heimat mehr als beschädigt hat, haben wir mit ihm einen Exportschlager, den wir in der ganzen Welt präsentieren können. So sieht das neue Niederbayern aus!"

Michael Adam bestätigte dies in eindrucksvoller Weise. Redegewandt, zielsicher und mitreißend präsentierte er die Eckpunkte sozialdemokratischer Politik und legte sein Augenmerk natürlich auf den Bereich Tourismus, wo er als Herausforderer den Lokalmatador Ernst Hinsken stellen will.

Den Rummel um seine Person und die vielen Interviews hat Adam genutzt, um Werbung für Bodenmais zu machen. „Das war die Chance, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass der Bayerische Wald nicht zurückgeblieben ist, dass wir genauso offen und tolerant sind wie anderswo.“ Und Michael Adam hat Erfolg damit. Die Zahl der Übernachtungen steigen - entgegen aller Trends im Bayerischen Wald - in der Tourismusgemeinde Bodenmais stetig an. Adam plant eine entsprechende Tourismus-Initiative für die ganze Region Ostbayern / Bayerischer Wald / Böhmen, die er derzeit mit MdL Reinhold Perlak vorbereitet  und in Kürze bei einer entsprechenden Tourismuskonferenz vorstellen wird.

Adam will sich besonders dafür einsetzen, dass Ostbayern infrastrukturell, wirtschaftlich und touristisch endlich auch durch die Bundesregierung konsequent gestärkt und weiterentwickelt wird. Auch die Ansiedelung von umwelt- und tourismusverträglichen Gewerbebetrieben wie etwa IT-Dienstleistern darf nicht länger vernachlässigt werden. „Ostbayern kann es sich nicht leisten, einzig und allein auf den Tourismus zu setzen“, so Michael Adam.

Er will bei den Wählern mit neuen Konzepten punkten - Ernst Hinsken dagegen pocht auf sein jahrelanges Engagement für die Region. Hier muss er sich aber an der Ernte messen lassen, die er auf den eben genannten Themenfeldern eingefahren hat - doch die wirtschaftliche Situation in den ostbayerischen Gemeinden sieht schlecht aus: „die Scheunen sind leer!“ weiß nicht nur Bürgermeister Michael Adam.

Michael Adam steht auch für den Erhalt des letzten Stücks freifließender Donau zwischen Straubing und Vilshofen: "Eine Region, die mehrheitlich vom Tourismus lebt, muss ihre natürlichen Schätze erhalten und pflegen - das gilt vor allem für die freifließende Donau." Auch hier unterscheidet er sich deutlich von seinem Kontrahenten der CSU. Hinsken kämpft vehement für den Staustufen gestützten Ausbau und damit für die Zerstörung des letzten Stückes naturnaher Donau. Die anstehende Bundestagswahl wird auch hier - wie etwa beim Atomausstieg - die Entscheidung bringen: "Gewinnt Schwarz-Gelb ist es um die Donau geschehen".

Im dunklen Nadelstreifenanzug und mit akkurat gestyltem Haar sitzt Adam in seinem geräumigen Büro im Bodenmaiser Rathaus. An der Wand hängt, wie sich das für öffentliche Gebäude im Freistaat gehört, ein Kruzifix. Das Portrait von Willy Brandt dürfte in bayerischen Amtsstuben dagegen seltener zu finden sein. „Da hing vorher ein Franz Josef Strauss, den habe ich gleich am ersten Tag abgehängt“, erzählt Adam.

Doch er scheut sich auch nicht, die SPD- Politik der vergangenen Jahre zu hinterfragen: "Manchmal sind wir vielleicht über das Ziel hinausgeschossen, aber das passiert schon mal, wenn man etwas bewegen will. Jetzt heiße es, die Entscheidungen zu hinterfragen und zu korrigieren - aber in einer Koalition mit der CDU/CSU ist das einfach nicht möglich - und jeder der meint, Schwarz/Gelb würde hier für die Menschen etwas tun, der irrt sich gewaltig".

 Adam fordert einen klaren und überzeugenden Wahlkampf, der in den kommenden 65 Tagen die SPD an die Spitze einer neuen Regierung katapultiert:  "Nur so werden wir in unserem Land menschenwürdig und gerecht leben können". Solidarität und soziale Gerechtigkeit sei den anderen unbekannt, deshalb, so Adam, heißt es am 27. September: "Jetzt SPD wählen! Wenn es andere Parteien und auch deren Funktionäre schaffen, sich gesellschaftlich zu integrieren  und nicht losgelöst zu sein von jeglichem Alltag der Menschen, dann kann es auch für unsere Partei klappen", zeigt sich Adam überzeugt.

Worte wie Offenheit und Transparenz kommen Michael Adam oft über die Lippen. Viele Bürger vermissten genau diese Tugenden bei seinem Kontrahenten. Die Jahrzehnte, in denen die CSU in vielen Gemeinden einem Naturgesetz gleich die Mächtigen stellte, hat die politisch Kommunikation offenbar bisweilen verkümmern lassen.
(…)“

Erst Bürgermeister und nun der Bundestag in Berlin?

"Ich habe eine politische Karriere nie geplant, aber der politische Dunstkreis ist nun mal das, was mir Spaß macht. Ich könnte mir auch gut vorstellen, eines Tages in einem Ministerium, bei einer Stiftung oder für die Gewerkschaft zu arbeiten", sagt Michael Adam zu seinen Zukunftsplänen. Ein Sitz im Deutschen Bundestag wäre natürlich sein Traum, "aber wenn man sieht, wie viele permanente Ausreden für persönliche Schlechtleistung - Fraktionszwang, Koalitionszwang, Sachzwang, Globalisierung – bei vielen Parlamentariern schon in Fleisch und Blut übergegangen sind, wird man schon skeptisch. Momentan habe ich den Eindruck, dass viele, die jetzt in Berlin sitzen, ihren eigenen Gestaltungsdrang und damit ihre Legitimation beerdigt haben. Vielleicht wird man von diesem System glatt geschliffen. Da ist es vielleicht ganz gut, junges Blut und neue Ideen einzubringen", sieht Adam die politische Arbeit in Berlin ganz objektiv.

Michael Adam

Ein Kandidat zum Anfassen – Michael Adam: „Am liebsten bin ich unter Menschen!“

Doch Michael Adam hat unerschütterliche, sozialdemokratische Ideale - denen bei Umfragen 2/3 der Menschen ganz unumwunden zustimmen:
„ ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar' und ‚Eigentum verpflichtet', so steht es im Grundgesetz, dessen 60- jähriges Jubiläum wir 2009 feiern“, so Adam bei einem seiner Wahlkampfauftritte. „Davon ist aber in der aktuellen Situation aber nichts mehr zu spüren.“ Kassiererinnen würden wegen fehlender Coupons im Wert von 1,30 Euro entlassen, Nieten in Nadelstreifen setzten Milliarden in den Sand und würden mit Millionen abgefunden, erklärt Michael Adam seinen Kritikansatz.

Weiter geht es Schlag auf Schlag mit der Forderung für Mindestlöhne, bessere Bildung und mehr soziale Verantwortung. Adam erklärt, dass
zumindest die Bundesregierung das „Schiff in schwerer See auf Kurs gehalten hat“. „Mit der CDU/CSU und Kanzlerin Merkel auf dem Sonnendeck und den SPD-Ministern im Maschinenraum und auf der Brücke, behält Deutschland Oberwasser“, bestätigt Michael Adam die aktuellen
Verantwortlichkeiten in der Regierungskoalition. Hierzu kritisiert er deutlich die „Störfeuer“ von Ministerpräsident Horst Seehofer und seiner CSU, „der der Angstschweiß auf der Stirn steht“. Die CSU spiele doch in Berlin viel lieber Opposition, als dass sie verantwortungsvoll regiert, so Adam: "Diesen Wunsch sollten die Wähler den Christsozialen erfüllen!"

Der Bodenmaiser Bürgermeister berichtet auch von erheblichen Verwirrungen in der CSU- Basis, „wie er sie jeden Tag bei seinem Wahlkampf im Wahlkreis erlebt“. „Die eigentliche politische Ausrichtung der CSU – nämlich ‚christlich' und ‚sozial'  finden nicht einmal mehr die treuesten Anhänger in den wirtschaftspolitischen Entscheidungen ihrer Partei wieder“, so Michael Adam.

Die SPD dagegen sieht Adam jetzt erst recht als Partei der Arbeitnehmer, die für die Interessen der Beschäftigten kämpft. „Wir sind die Verteidiger der Arbeitnehmerrechte, vor allem des Kündigungsschutzes, und wir sind die Kämpfer für Mindestlöhne und Gleichstellung von Frauen und Männern.“ Leute wie Michael Adam brauchen wir - von denen können wir nicht genug haben, nicht nur in der SPD, schwärmt der Straubinger Landtagsabgeordnete Reinhold Perlak von seinem jungen Kollegen und unterstützt ihn wo er kann.

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